Ratgeber · Wirtschaftlichkeit

Lohnt sich eine Erdwärmepumpe?

Höhere Anschaffungskosten, aber niedrigere Betriebskosten – rechnet sich das? Eine aktuelle Analyse zeigt: Die Erdwärmepumpe ist die günstigste Heizoption, und zwar von Anfang an.

Kurz gesagt

Ja. Eine aktuelle Wirtschaftlichkeitsanalyse kommt zu einem klaren Ergebnis: Die Erdwärmepumpe ist die günstigste Heizoption – bereits im ersten Jahr und langfristig. Ausschlaggebend sind höhere Effizienz, niedrigere Betriebs- und Wartungskosten sowie die sehr lange Lebensdauer der Erdwärmesonde.

Datengrundlage: Prognos AG, „Wirtschaftlichkeit geothermischer Wärmepumpen“ – Kurzanalyse im Auftrag des Bundesverbands Wärmepumpe (BWP), Stand April 2026. Zur Studie (PDF). Werte für ein unsaniertes Einfamilienhaus (150 m²) bzw. Mehrfamilienhaus (8 Wohneinheiten), annuisierte Gesamtkosten inkl. Förderung.

Höhere Effizienz (JAZ)

Die Jahresarbeitszahl (JAZ) beschreibt, wie viel Wärme aus einer Kilowattstunde Strom entsteht. Im Beispiel erreicht die Erdwärmepumpe eine JAZ von 4,27 – gegenüber 3,46 bei der Luftwärmepumpe. Weil das Erdreich ganzjährig konstant temperiert ist, arbeitet die Sole/Wasser-Wärmepumpe gerade im Winter effizienter. Details im Vergleich Erdwärme vs. Luftwärmepumpe.

Niedrigere Jahreskosten – von Anfang an

Laut Analyse hat die Erdwärmepumpe von Beginn an ca. 5 % geringere jährliche Kosten als die Luftwärmepumpe. Im Mehrfamilienhaus sind es dank Skaleneffekten sogar ca. 15 %.

Auch langfristig vorn

Erdwärmepumpe vs. LuftwärmepumpeEinfamilienhausMehrfamilienhaus
günstiger nach 10 Jahrenca. 8 %ca. 12 %
günstiger nach 20 Jahrenca. 8 %ca. 12 %
Effizienz (JAZ)4,27 vs. 3,464,27 vs. 3,46

Lange Lebensdauer, wenig Wartung

Erdwärmesonden haben eine sehr lange Lebensdauer – in der Analyse mit 50 Jahren angesetzt, in der Praxis oft länger. Es gibt kein Außengerät, das verschleißt, und die Wartungskosten fallen geringer aus. Das reduziert teure Reinvestitionen über die Nutzungsdauer.

Extra-Förderung für Erdwärme

Über die Bundesförderung (BEG) gibt es für Sole/Wasser-Wärmepumpen – also Erdwärme – einen zusätzlichen Effizienzbonus von 5 %. Zusammen mit Grundförderung und weiteren Boni sind hohe Förderquoten möglich. Mehr auf der Förderseite.

Noch nicht eingerechnet: Kühlen im Sommer

Die Analyse berücksichtigt die passive Kühlung über die Erdwärmesonde nicht – ein zusätzlicher Komfort- und Effizienzvorteil, der die Wirtschaftlichkeit in der Praxis noch weiter verbessert.

Fazit

Höhere Effizienz, niedrigere Betriebs- und Wartungskosten und eine sehr lange Lebensdauer machen die Erdwärmepumpe zur wirtschaftlichsten Heizlösung – nicht erst nach Jahren, sondern von Anfang an. Ob sich Ihr Grundstück für eine Bohrung eignet, prüfen wir kostenlos.

Häufige Fragen

Lohnt sich eine Erdwärmepumpe finanziell?

Ja. Laut der Prognos-Analyse 2026 ist die Erdwärmepumpe die günstigste Heizoption – bereits im ersten Jahr und über die gesamte Nutzungsdauer, dank hoher Effizienz und niedriger Betriebskosten.

Wie hoch ist die Effizienz einer Erdwärmepumpe?

Im Beispiel erreicht die Sole/Wasser-Wärmepumpe eine Jahresarbeitszahl (JAZ) von 4,27 – deutlich mehr als die 3,46 einer Luftwärmepumpe, weil das Erdreich ganzjährig konstant temperiert ist.

Wie lange hält eine Erdwärmesonde?

Sehr lange: In der Analyse wird mit 50 Jahren gerechnet, in der Praxis ist die Lebensdauer oft noch höher. Die Wärmepumpe selbst hält rund 20 Jahre.

Gibt es für Erdwärme eine höhere Förderung?

Ja. Für Sole/Wasser-Wärmepumpen gibt es über die BEG einen zusätzlichen Effizienzbonus von 5 % gegenüber Luftwärmepumpen.

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