Ratgeber

Die Erdwärmesonde: Aufbau, Funktion & Lebensdauer

Die Erdwärmesonde ist das Herzstück jeder Erdwärmebohrung. Hier erfahren Sie, wie sie aufgebaut ist, wie sie arbeitet und worauf es bei Einbau und Verfüllung ankommt.

Fertiger Bohrlochkopf einer Erdwärmesonde

Wie funktioniert eine Erdwärmesonde?

Eine Erdwärmesonde ist ein geschlossenes Rohrsystem im Bohrloch, durch das ein frostsicheres Wärmeträgermedium – die sogenannte Sole – zirkuliert. Die Sole nimmt die ganzjährig konstante Wärme des Untergrunds auf und transportiert sie nach oben zur Wärmepumpe. Diese hebt die Temperatur auf ein nutzbares Niveau für Heizung und Warmwasser an.

Aufbau und Material

Übliche Erdwärmesonden sind Doppel-U-Sonden aus hochdichtem Polyethylen (PE): zwei U-förmig verbundene Rohrpaare, die in das Bohrloch eingeführt werden. PE ist korrosionsbeständig, druckfest und langlebig. Am unteren Ende sorgt ein Sondenfuß für die Umlenkung des Mediums.

Warum die Verfüllung entscheidend ist

Nach dem Einbau wird das Bohrloch nach VDI 4640 verpresst. Diese Verfüllung erfüllt zwei Aufgaben: Sie stellt den optimalen Wärmekontakt zwischen Sonde und umgebendem Gestein her und dichtet das Bohrloch ab – ein wichtiger Beitrag zum Grundwasserschutz. Eine fehlerhafte Verfüllung kostet Effizienz und kann die Genehmigung gefährden. Mehr zum Ablauf auf der Seite Erdwärmebohrungen.

Wie lange hält eine Erdwärmesonde?

Erdwärmesonden sind auf Jahrzehnte ausgelegt – üblich sind 50 bis 100 Jahre. Da die Sonde wartungsfrei im Erdreich liegt und keine beweglichen Teile hat, ist sie extrem langlebig. Die Wärmepumpe selbst hat eine kürzere Lebensdauer und kann unabhängig erneuert werden.

Wie viele Sonden braucht ein Projekt?

Das hängt vom Wärmebedarf und der Geologie ab. Ein Einfamilienhaus kommt oft mit einer Sonde aus, größere Gebäude und Quartiere benötigen Sondenfelder mit mehreren Bohrungen. Die genaue Auslegung erstellen wir projektbezogen – siehe auch Erdwärme für Stadtwerke & Wärmenetze.

Häufige Fragen zur Erdwärmesonde

Wie funktioniert eine Erdwärmesonde?

Ein geschlossenes Rohrsystem im Bohrloch, in dem Sole zirkuliert. Sie nimmt die konstante Erdwärme auf und führt sie zur Wärmepumpe.

Wie lange hält eine Erdwärmesonde?

Bei fachgerechtem Einbau rund 50 bis 100 Jahre – sie liegt wartungsfrei im Erdreich.

Warum ist die Verfüllung wichtig?

Sie stellt den Wärmekontakt zum Gestein her und dichtet das Bohrloch ab (Effizienz + Grundwasserschutz), normgerecht nach VDI 4640.

Aus welchem Material besteht die Sonde?

Meist hochdichtes Polyethylen (PE) als Doppel-U-Sonde – korrosionsbeständig, druckfest und langlebig.

Erdwärmesonde für Ihr Projekt?

Wir legen Sonde und Bohrung passend zu Ihrem Wärmebedarf aus – kostenlose Erstberatung.